Am Ostersonntag war es endlich wieder so weit: Der Moment, auf den die Rudersdorfer Kulturschmiede Wochen zuvor hingearbeitet hatten, war gekommen. Was am Ende als prachtvolles Feuer hoch in den Abendhimmel ragte, war das Ergebnis intensiver Gemeinschaftsarbeit. Über Wochen hinweg waren unsere Mitglieder und viele helfende Hände im Einsatz, um Astschnitt einzusammeln, das Material sorgsam zu transportieren und schließlich den beeindruckenden Holzturm Schicht für Schicht aufzustapeln.
Besonders die Nächte vor dem Fest zeigten den wahren Teamgeist: Da das fertige Osterfeuer traditionell „bewacht“ werden muss, verbrachten wir viele Stunden gemeinsam am Feuerplatz, um über unser Werk zu wachen. Diese Zeit des Wartens und Aufpassens gehört für uns fest zum Brauchtum dazu und stärkt den Zusammenhalt innerhalb der Kulturschmiede jedes Jahr aufs Neue.
Der Festtag selbst begann besinnlich. Ein herzliches Dankeschön gilt hierbei David für die Gestaltung des Wortgottesdienstes, der uns alle auf den Abend einstimmte. Im Anschluss war der große Augenblick gekommen: Das Feuer wurde entzündet und vertrieb mit seinem hellen Schein symbolisch den Winter.
Es war ein wahres Fest für die ganze Familie. Während die Flammen loderten, war natürlich auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Bei kühlen Getränken und herzhaften Leckereien genossen Jung und Alt die besondere Atmosphäre. Es wurde gelacht, erzählt und bis spät in die Nacht gemeinsam gefeiert. Solche Abende zeigen uns immer wieder, warum wir die Kulturschmiede ins Leben gerufen haben: Um Traditionen zu bewahren und Räume zu schaffen, in denen sich alle Generationen unseres Dorfes zuhause fühlen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!

